Lerntherapie

Wer nicht neugierig ist,
erfährt nichts.
J. W. von Goethe



Klinische Lerntherapie

Neben der „klassischen“ logopädischen Therapie biete ich Ihnen mit der Klinischen Lerntherapie eine spezielle Methode zur Behandlung von Lernstörungen wie z.B. Lese- Rechtschreibschwäche (LRS, auch "Legasthenie" oder "Dyslexie"), Rechenstörung (Dyskakulie), sowie Konzentrations- und Auf­merksamkeitsstörung an. Wenn Sie sich Sorgen machen, ob Ihr Kind an einer Lernstörung leiden könnte, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt oder kommen Sie zu einem Beratungsgespräch in meine Praxis. Die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen eine erste Einschätzung erleichtern.

Normales Leistungstief oder Lernstörung?

Jedes Kind hat individuelle Stärken und Schwächen und nicht jede Fünf in der Schule ist gleich Ausdruck einer Lernschwäche oder Lernstörung. Auf eine Lese-Rechtschreibstörung können folgende Anzeichen hindeuten:

  • Zusammenziehendes Lesen wird nur schwer erlernt
  • Schwierigkeiten, Rechtschreibregeln zu erinnern und anzuwenden
  • Lautgetreue Schreibweise wird sehr lange beibehalten
  • Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Ausdauer sind eingeschränkt
  • Schreibweise eines Wortes wird immer wieder neu „erfunden“
  • Kind hat motorische, visuelle und auditive Entwicklungsauffälligkeiten

Anzeichen einer Rechenschwäche (Dyskalkulie) zeigen sich oft schon im Vorschulalter. Typische Merkmale sind:

  • Verwechselung von links und rechts und/oder spiegelverkehrtes Schreiben
  • Schwierigkeiten bei Fingerspielen und beim Erlernen von komplizierteren Bewegungsfolgen
  • Zählen mit den Fingern wird dem Rechnen vorgezogen
  • Schwierigkeiten beim Zehnerübergang
  • Probleme bei der Einordnung von Mengen und Zahlen
  • Kind versteht Textaufgaben nicht und tut sich schwer mit logischen Begründungen

Die Probleme können entweder nur beim Lesen und Schreiben oder nur beim Rechnen auftreten oder in beiden Bereichen. Isolierte Lese-Rechtschreib- oder Rechenstörungen sind keine Anzeichen für verminderte Intelligenz! Auch viele Hochbegabte sind von diesen sogenannten Teilleistungsstörungen betroffen. Lern- und Schulprobleme können jedoch vielfältige Ursachen haben und sich in unterschiedlicher Weise äußern. Eine Lese-Rechtschreib- oder Rechenstörung kann nur von speziell geschulten Ärzten, Psychologen oder Therapeuten festgestellt werden. Suchen Sie daher unbedingt professionelle Hilfe, wenn Sie Warnzeichen bei Ihrem Kind bemerken!

Wie kann die Klinische Lerntherapie helfen?

Kindern mit Entwicklungsstörungen fällt es schwer, Lernen als einen positiven Prozess zu erleben. Ihre Lernerfahrungen sind von Misserfolgen geprägt, häufig begleitet von Verhaltensproblemen und psychosomatischen Beschwerden. Die Klinische Lerntherapie wirkt gezielt auf die neuropsychologischen Ursachen dieser Störungen ein und durchbricht so den Teufelskreis aus Misserfolg und Demotivation. Ins Stocken geratenes Lernen wird in Bewegung gebracht, Kinder erleben wieder Erfolge, die Freude am Lernen kehrt zurück. Neben der Verbesserung der individuellen Fähigkeiten im Lesen, Schreiben, Rechnen sind auch das Entdecken der eigenen Fähigkeiten, die Stärkung der Selbstwahrnehmung und des Selbstwertgefühls und die Steigerung von Konzentration und Ausdauerleistung wichtige Ziele der Therapie.